#1

alter

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Flex-Layouts, Farben ohne Ende … aber warum setzt der Browser die Änderungen nicht sauber um?

Eigentlich sollte ProShop10 mit den barrierefreien Flex-Layouts ja genau das bieten, was man sich heute wünscht: moderne responsive Designs, flexibel anpassbar und optisch zeitgemäß.
Soweit also die Theorie.

Motiviert habe ich mich daran gemacht, meiner alten 9er-Version endlich eine Frischzellenkur zu verpassen. Nach einigen Gesprächen mit ChatGPT entstand sogar ein wirklich ansprechendes neues Design inklusive HTML-Vorschau, Farbkonzept und moderner Optik. Also dachte ich: „Perfekt – jetzt setze ich das Ganze einfach mit dem barrierefreien Flex-Layout responsiv aus der 9er-Vorlage in ProShop10 um.“

Gesagt, getan.

In den Design-Einstellungen von ProShop10 stehen einem ja gefühlt unendlich viele Farb- und Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Also frisch ans Werk. Farben angepasst, Bereiche definiert, Menüs gestaltet – alles sah zunächst vielversprechend aus.

Doch dann kam die Ernüchterung.

Egal ob Edge, Google Chrome, Firefox oder Opera:
Siquando weigert sich scheinbar konsequent, viele der Änderungen korrekt umzusetzen. Manche Farben werden übernommen, andere ignoriert. Teilweise ändern sich Bereiche gar nicht oder nur sporadisch. Das Verhalten wirkt absolut inkonsequent.

Natürlich habe ich zuerst an einen Browserfehler gedacht:

  • Browsercache gelöscht
  • mehrfach neu geladen
  • verschiedene Browser getestet
  • sogar unterschiedliche Layoutvorlagen ausprobiert

Leider ohne wirklichen Erfolg.

Also zweiter Versuch:
Nicht das alte barrierefreie Flex-Layout, sondern das komplett „Leere Flex-Layout (responsiv)“.

Aber auch dort exakt dasselbe Spiel:
Man kann zwar praktisch alles einstellen, aber ein Teil davon wird einfach nicht sauber übernommen oder angezeigt.

Und genau da kommt langsam Frust auf.

Jetzt frage ich mich ernsthaft:
Mache ich irgendwo grundsätzlich etwas falsch?
Oder hat Siquando mit ProShop10 zwar optisch modernisiert, technisch aber eher einen Rückschritt gemacht?

Denn ganz ehrlich:
Ein modernes Shopsystem sollte Designanpassungen heute zuverlässig und browserübergreifend umsetzen können – ohne dass man sich wie ein Beta-Tester fühlt.

Vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder sogar eine Lösung gefunden.
Über Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich jedenfalls freuen.

Nachtrag: Jetzt wird’s endgültig kurios …

Spannenderweise zeigt mein Desktop-PC teilweise ein komplett anderes Ergebnis als mein Laptop.
Und das obwohl auf beiden Geräten nur ein Teil der Einstellungen überhaupt übernommen wird.

Das macht die Sache natürlich nicht gerade weniger verwirrend.

Man sitzt davor, kontrolliert die Farben, speichert alles sauber ab, löscht Browsercache, testet mehrere Browser – und trotzdem sieht jede Kiste gefühlt etwas anderes. Mal stimmt der Hintergrund, mal das Menü, mal gar nichts.

Und jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass mir jemand erklärt:
„Das ist vermutlich Provider- oder PHP-abhängig …“

Ganz ehrlich:
Wenn das tatsächlich der Grund wäre, dann bekomme ich langsam Hörner.

Denn wir reden hier ja nicht von irgendwelchen exotischen Spezialfunktionen, sondern von simplen Design- und Farbanpassungen innerhalb eines aktuellen Shopsystems.

Momentan fühlt sich ProShop10 jedenfalls eher wie:
„Viel einstellen dürfen – aber nur teilweise angezeigt bekommen.“

Vielleicht kennt jemand dieses Verhalten oder weiß, warum ProShop10 scheinbar je nach Gerät und Browser andere Resultate liefert.


viele Grüsse René

#2

Oliver

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Hallo René,

Du bist ja mit deiner Feststellung, dass Deine Bearbeitungen auf dem Desktop oder mobil unterschiedlich dargestellt werden und Deinem Löschen des Cache und dem Testen mehrerer Browser auf der richtigen Spur. Gerade bei den responsiven Flex-Layouts ist ja offensichtlich, dass es nicht an dem Siquando Pro Web/Shop liegt.

Die Internet-Provider und CDNs cachen vielmehr die Webseiten. Deine Browser ihrerseits haben einen Cache. Letzteren kannst Du natürlich löschen. Der Provider-Cache dagegen hat default-mäßig einen vergebenen "time-to-leave" Zeitstempel, je nach Einkategorisierung der Seiten und Abrufzahlen dieser Seiten durch die Providerkunden bzw. Kunden ihrer CDNs. Dann gibt es ja noch DNS-Cache auf Deinem Rechner und je nach dem serverseitigen Cache im Rechenzentrum. Und bei Siquando selber als CMS ja noch die "Vorschau zurücksetzen / Vorschau neu laden" Funktionen. Und wem das noch nicht genügt gibt es in manchen Routern/Firewalls auch Caches. 

Um jetzt nicht zu verzweifeln oder ständig die verschiedenen Browser-Caches etc. zu löschen und doch unsicher zu sein, welchen Stand Kunden/Besucher gerade sehen, empfiehlt es sich bei Design-Weiterentwicklungen immer bis zum Abschluss des Relaunch mit Inkognito-Fenstern (!) der Browser zu arbeiten. Außerdem ist es hilfreich ein Desktop- und ein Mobilgerät bereitzuhalten, dass normalerweise nicht für die Arbeit an der Webseite und am Shop genutzt wird (und idealerweise einen anderen Zugang zum Internet nutzt).

Letzter Tipp: Gerade wegen dem Thema Provider/CDN-Cache ist es hilfreich zum Testen mal die Zugangswege ins Internet zu ändern. Beispiel: Ein Smartphone, dass im Büro am selben WLAN eingeloggt ist wie ein Desktop interagiert damit über denselben Router und dieselben CDNs bis hin zum Internetprovider mit seinen Caches. Schaltet man nun das WLAN am Smartphone aus und zwingt es damit auch im Büro sich mit dem Mobilfunkprovider zu verbinden sind meistens alle vorherigen Cache-Probleme weg. Genauso kann es Hilfe sein den Desktop-Rechner zum Kontrollieren als Hotspot-Client mit dem Smartphone zu verbinden und einfach mal nicht mit dem DSL/Firmennetz mit dem Internet zu verbinden sondern testweise über Mobilfunk. Auch damit sind oftmals die Cache-Problematiken überwinden.

Und natürlich kann man verschiedene Caches wie den DNS-Cache auch per Betriebssystem-Befehlen löschen.

Meine Tipps mit den Inkognitofenstern oder dem Wechsel des Internetzugangs sind aber stressfreier und zielführender.

Ich hoffe, das hilft. Viel Erfolg!

Oliver  

#3

alter

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Hallo Oliver

Danke für Dein ausführliches Feedback und die vielen guten Tipps – die werde ich sicher berücksichtigen.

Schade finde ich einfach, dass man es heutzutage trotz KI und moderner Technik seitens der Softwareanbieter nicht besser lösen kann, sodass nicht immer der Kunde in der Pflicht steht. Ich bin zwar kein Informatiker, könnte mir aber vorstellen, dass sich so etwas auch mittels Script oder automatisierter Befehle eleganter lösen liesse.

Ich betreue selbst eine Vereinsseite mit Wordpress, und dort wird praktisch jede Änderung sofort und ohne Umwege wie Cache löschen oder ähnliche Massnahmen übernommen. Deshalb erstaunt mich das Ganze schon etwas.

Trotzdem nochmals danke für Deine Hilfe und die konstruktiven Hinweise.


viele Grüsse René

#4

Oliver

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Halo Rene,

da prallen halt Interessen aufeinander. Internetprovider sind froh um jede gecachete Version aus Kostengründen, User sind meist auch froh, weil dank Cache beim CDN oder an anderer Stelle) Seiten und Inhalte schneller ausgeliefert werden. Problematisch wird das nur wenn versehentlich echtzeitkritische Seiten durch den Cache verzögert ausgeliefert würden: Limitierte Aktionen o.ä. - aber da haben die Provider und ihre CDNs meist viel Erfahrung mit.  

Kurzum, der einzige, der nicht froh ist ist der Webdesigner, der gerade umfangreiche Template-Neugestaltungen vornimmt und feststellt, dass diese nur verzögert getestet werden können, Und da greifen die erwähnten Tipps von mir.

Bei Content kann ein CMS durchaus Informationen und Zeitstempel mitliefern, die eine korrekte Einkategorisierung befördern und auch bei Siquando ist es ja so, dass alle inhaltlichen Änderungen, die wir vornehmen, in der Regel sofort überall zu sehen sind. Der Cache greift meistens bei Content vor allem Videos, bei normalen Web- und Shopseiten aber vor allem Designelemente, die eben ja in der Regel selten geändert werden und daher gut gechachet werden können.

Ein Softwarehersteller kann da wenig tun. Siquando Pro, wie jedes moderne CMS liefert Serverabfragen in Echtzeit immer in der neusten Version. Der Cache auf Provider- oder CDN-Seite führt aber ja eben dazu, dass gar nicht erst beim Server (vollständig) abgefragt wird. Es ist also eine gute Frage, wie man in Redesign-Prozessen schon während der Design-Arbeit diese eigentlich ja sinnvollen Cache-Prozesse vermeidet. Und da bietet Siquando ja auch einen Weg mit Subprojekten. So ein Develop-Unterprojekt mit eigener URL dürfte kaum "Opfer" von Provider-Caches werden. Dann noch mit Inkognitofenstern im Browser arbeiten und am Ende, wenn alles passt dass Develop-Unterprojekt wieder zurückübertragen. Dann sollten eigentlich fast alle typischen Probleme minimiert sein. Oder ein lokaler Entwicklungsserver mit ausgeschaltetem Cache.

Bei aller temporären Mühe ist in jedem Fall wichtig, dass Dein Phänomen kein Problem mit Pro 10 ist und alle Deine Designänderungen. die Du vornimmst auch genauso umgesetzt werden. Die vielstufigen Caches verhindern manchmal das man sofort selber seine aktuellste Version sieht, aber serverseitig steht die zum Abruf bereit. Alles nur eine Frage der Zeit.

Und klar, natürlich gibt es immer Versuche so ein Caching zu verhindern. Man kann auf dem Apache-Server mit "no-store, no-cache, must-revalidate, max-age=0"-Anweisungen versuchen den Provider-Cache zu unterbinden. Aber im Normalbetrieb wollen ja auch wir Webmaster oder Shopbetreiber, dass unsere Besucher schnelle Ladezeiten haben. Bei Wordpress gibt es auch keinen geheimen Zaubertrick, aber Plugins wie LiteSpeed Cache, WP Rocket oder Speed Optimizer. Sowas könnte man sich natürlich bei Siquando auch wünschen. Die passen die .htaccess an.

Du selber kannst auch mit Meta-Tags im oberen HTML-Segment arbeiten, z.B.

<meta http-equiv="Cache-Control" content="no-cache, no-store, must-revalidate">
<meta http-equiv="Pragma" content="no-cache">
<meta http-equiv="Expires" content="0">  

Das hat den Vorteil, dass Du es nach dem Design-Relaunch auch schneller wieder entfernen kannst. Aber wirksamer ist das natürlich auf Serverebene.

In jedem Fall ist das entweder temporär sinnvoll (wie bei Dir beim Re-Design) oder bei Webseiten mit echtzeitkritischen Inhalten, aber allgemein ist Cachen sinnvoll und das vermeiden von Caches führt zu längeren Ladezeiten. Was kaum jemand wollen kann.

VG Oliver

 


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#5

alter

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Hallo Oliver

Danke nochmals für deine ausführlichen Tipps und Erklärungen. Mit 71 Lenzen muss – oder will 😉 – man nicht mehr alles bis ins letzte Bit und Byte verstehen. Aber manchmal kratzt man sich halt schon am Kopf und denkt sich: „Wer hat sich denn DAS wieder ausgedacht?“ Wenn etwas eigentlich helfen sollte, aber am Ende das Arbeiten eher komplizierter macht, darf man schon mal leise fluchen. 😄

Aber gut – was für die einen eine grosse Hilfe ist, ist für die anderen eher ein Hindernislauf. So ist das wohl mit der modernen Technik. Trotzdem versuche ich, auch im fortgeschrittenen Semester geistig fit zu bleiben und nicht ganz den Anschluss zu verlieren. Mein Hirn soll ja schliesslich nicht einrosten. 😄


viele Grüsse René

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